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Geographie

Pakistan erstreckt sich zwischen dem 24. und 37. nördlichen Breitengrad sowie zwischen dem 61. und 77. östlichen Längengrad.

Zwischen der Hochgebirgsregion im Norden und der Küste am Arabischen Meer im Süden fi ndet man auf rund 800.000 km² eine Vielfalt landschaftlicher Schönheiten.

Im Norden Pakistans treffen drei der höchsten Gebirgszüge der Erde zusammen – Himalaya, Hindukusch und Karakorum. Dort befinden sich fünf der weltweit vierzehn Achttausender, unter anderem der K2, der mit 8.611 Metern der zweithöchste Gipfel der Erde ist, und der 8.125 Meter hohe Nanga Parbat.

Nach Süden erstrecken sich das fruchtbare „Fünfstromland“ Punjab und das Indus-Delta. Im Westen erstrecken sich Suleiman- und Brahuigebirge.

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Kultur

Der Islam ist die pakistanische Staatsreligion.

77 % der Bevölkerung sind Sunniten, etwa 20 % sind Schiiten. Der verbleibende Anteil der Bevölkerung übt andere Religionen wie Christentum und Hinduismus aus.

Diese werden trotz ihrer geringen Verbreitung in der pakistanischen Kultur sehr ernst genommen. Die Rechte der religiösen Minderheiten werden sogar in Form eines weißen Streifens in der Landesflagge symbolisiert.

In Pakistan werden mehr als 50 verschiedene Sprachen gesprochen. Die in der Verfassung festgelegte Nationalsprache ist Urdu, als Amtssprache wird zudem Englisch verwendet. Als Gründer des Staates gilt Muhammad Ali Jinnah, während der Nationaldichter Allama Sir Muhammad Iqbal als geistiger Vater von Pakistan bezeichnet wird.

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Geschichte

Das Staatsgebiet des heutigen Pakistan bildete im Altertum das Kernland der Indus-Kultur, die eine der frühesten Hochkulturen der Erde war. Sie zeichnete sich aus durch fortgeschrittene Entwicklung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel, Städtebau, weit entwickelte Wissenschaft und eine eigene Schrift.

Der Staat Pakistan wurde am 14. August 1947 gegründet. Nachdem Staatsgründer Muhammad Ali Jinnah, Führer der Muslimliga, die Mehrheit der Muslime im damaligen Britisch-Indien für einen eigenen Staat gewinnen konnte, willigte die Kolonialmacht Großbritannien in die Gründung des eigenen Staates ein. Pakistan ist heute eine präsidentiell-parlamentarische Demokratie.

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Muhammad Ali Jinnah

Muhammad Ali Jinnah (1876 – 1948) gilt als Gründer Pakistans. 1916 war er an der Entstehung des Lucknow-Paktes beteiligt, welcher erstmalig die Muslime und Hindus in Indien einigte und für die Selbstregierung der indischen Bevölkerung stand. Jinnah trat für die politischen Rechte der Moslems in einem selbst regierten Indien ein. Neben wirtschaftlicher und religiöser Selbstbestimmung der Muslime sollte die politische Souveränität gegenüber den Hindus gesichert werden, was 1940 in einer Zwei-Nationen-Theorie gipfelte.

1946 stimmte Großbritannien der Gründung eines eigenen muslimischen Staates zu. Jinnah verstarb wenige Monate nach der Staatsgründung Pakistans, sein Mausoleum ist heute in Karachi als eines der bekanntesten Bauwerke des Landes zu bewundern.

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Allama Sir Muhammad Iqbal

Allama Sir Muhammad Iqbal (1877 – 1938) ist der Nationaldichter Pakistans. Er beeinflusste jedoch nicht nur die Dichtkunst seines Landes, sondern auch die Politik. Iqbal erwarb in Lahore seinen M.A. in Philosophie und führte seine Studien in Europa fort. Neben den Universitäten in Cambridge und Heidelberg besuchte er die Ludwig-Maximilians-Universität in München und promovierte dort in Philosophie. An seine Zeit in Deutschland erinnern das Iqbal-Ufer in Heidelberg und eine Gedenktafel am Habsburgerplatz in München.

Nach der Rückkehr in seine Heimat setzte er sich politisch für eine stärkere Solidarität der Muslime ein. Da er 1930 in einer Rede als Erster für einen separaten muslimischen Staat eintrat, gilt er als geistiger Vater Pakistans. Die Gründung des Staates 1947 erlebte er jedoch nicht mehr.